Die diplomatischen Beziehungen zwischen der MVR und der damaligen Bundesrepublik Deutschland wurden im Zuge der Ostpolitik W.Brandt´s am 31.Januar 1974 aufgenommen. Wegen der damaligen Angehörigkeit der beiden Staaten zu feindlichen Lagern und Blöcken waren die mongolisch-westdeutschen Beziehungen sehr beschränkt.
Nach der demokratischen Wende 1990 hat sich diese Situation schnell geändert. Der Übergang der bisherigen mongolisch-ostdeutschen Beziehungen in die neue Zusammenarbeit zwischen der Mongolei und der Bundesrepublik Deutschland ist gut gelungen.
Die neue außenpolitische Doktrin der Mongolei (Parlamentsbeschluss Nr. 56 vom 30.Juni 1994) besagt, dass die Mongolei neben ihren beiden großen Nachbarn, Russland und China, auch mit weiteren Mächten wie die USA, Japan und Deutschland freundschaftliche Beziehungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln und zu pflegen gewillt ist. Die mongolische Regierung sieht Deutschland als ihren wichtigsten Partner in der Europäischen Union. Eine umfassende Partnerschaft mit der Bundesrepublik Deutschland wird seitens der Mongolei erstrebt.
Die Bundesrepublik Deutschland unterstützt ihrerseits „die demokratische Mongolei in ihrer geopolitischen „Sandwich“-Lage zwischen Russland und China bei ihrer selbständigen Außenpolitik.“ (Ostasien-konzept der deutschen Außenpolitik vom Mai 2002) 1995 wurde die "Gemeinsame Erklärung über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Mongolei und der BR Deutschland" von den damaligen Staatsoberhäuptern, dem Bundespräsidenten R.Herzog und dem Staatspräsidenten P.Ochirbat, unterzeichnet. Die mongolisch-deutschen Beziehungen werden in diesem Dokument als freundschaftlich charakterisiert. Diese Qualität der mongolisch-deutschen Kooperation ist auch für ihre Praxis zutreffend.