Polo
kennt keine Grenzen und so gibt kaum ein Turnier, auf dem nicht mindestens vier
Nationen gemeinsam auf dem Platz stehen. Vor diesem Hintergrund entstand 2008
die Idee, zeitgleich in mehreren Clubs auf der ganzen Welt ein Poloturnier
unter den Motto „Polo4Peace“ zu veranstalten. Auch in diesem Jahr wird es wieder ein „Polo4Peace“-Turnier in
Berlin geben: „Im letzten Jahr haben wir auf der Messe Hippologica den
Botschafter der Mongolei kennengelernt und faszinierendes über die dortige
Reiter- und Polotradition erfahren. Umso mehr freuen wir uns, dass es geklappt
hat, sechs Spieler im Alter zwischen 17 und 37 Jahren aus der Mongolei für
unser Turnier begeistern zu können“, so Dr. Inge Schwenger, Präsidentin des
Berliner Polo Clubs. Los geht’s am Freitag, den 24. September. Am Samstag Abend
gibt es ein mongolisches Feuerfest mit Reiterspielen und traditioneller Küche –
wer bei dem Fest dabei sein möchte, kann ein Ticket für 35 Euro hier bestellen. Das
Turnier endet am Sonntag, den 26. September mit dem großen Finale. Der Berliner
Polo Club freut sich über weitere deutsche Spieler, die Lust haben dabei zu
sein.
Thüringer Forscher unterstützen Wasserversorgung in der Mongolei
Monday, 6. September 2010
In der
Mongolei machen den Menschen nicht nur die extremen, jahreszeitlichen
Temperaturdifferenzen von bis zu 80 Grad zu schaffen. Die zunehmende
Industrialisierung und der extensive Bergbau führen zu einer deutlichen
Verschlechterung der Wasserqualität. Hinzu kommen die veraltete,
fehleranfällige Infrastruktur sowie die Auswirkungen des Bevölkerungswachstums
und des Klimawandels. Forscher des Fraunhofer Anwendungszentrums Systemtechnik
(AST) in Ilmenau unterstützen das Land im Bereich Wasserversorgung.
Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hat heute
seinen Mongolei-Besuch beendet. Neben politischen Gesprächen in der Hauptstadt Ulan-Bator
standen auch Besuche von Entwicklungsvorhaben, die von der Bundesregierung
finanziert werden, auf dem Programm.
Ein zentrales Thema der Reise war das Potenzial des
Rohstoffreichtums der Mongolei für ihre Entwicklung. Dirk Niebel hatte der mongolischen
Seite zusätzliche 3 Millionen Euro für Beratung und Ausbildung bei der
entwicklungsorientierten Nutzung der Rohstoffvorkommen in der Mongolei zugesagt
und sich in einer Kohlelagerstätte in der Wüste Gobi sowie einer Goldmine in
der nördlichen Mongolei über die Rahmenbedingungen der Nutzung informiert.
Etwa 2,7 Millionen Einwohner auf einer Fläche vier Mal
so groß wie Deutschland – das ist die Mongolei. Dorthin verschlug es jetzt
Entwicklungsminister Dirk Niebel zu einem fünftägigen Besuch. Im Vorfeld seiner
Reise lobte der FDP-Politiker die Fortschritte des Landes, insbesondere dessen
Beteiligung an internationalen Friedensmissionen, und sagte drei Millionen Euro
zusätzlich für eine Rohstoffinitiative zu. Von der Entwicklungshilfe soll aber
auch die deutsche Wirtschaft profitieren: „Wir helfen in unserem Interesse.“
Die Mongolei hat zwei „Große“ neben sich, China und
Russland, und liegt nicht nur geografisch zwischen den beiden Staaten, sondern
auch historisch. Von der Volksrepublik hat sich das Land 1921 unabhängig
erklärt. 70 Jahre lang fungierte es dann als Satellitenstaat der Sowjetunion.
Seit 20 Jahren nun beschreitet die Mongolei den Weg der Demokratie. „Wir feiern
in diesem Jahr das 20. Jubiläum des erfolgreichen Systemwandels von der
Einparteienherrschaft zur parlamentarischen Demokratie, zu dem ich die Mongolei
beglückwünschen möchte“, sagte Dirk Niebel vor seiner Abreise.
Der Bundesminister für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung, Herr Dirk Niebel wird von 18. August bis 23.
August 2010 in der Mongolei einen offiziellen Besuch abstatten. Herr Dr. Karl
Lamers, Stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, und Frau
Annette Widmann-Mauz, die Parlamentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums
für Gesundheit, werden von 22. August bis 27. August 2010 die Mongolei
besuchen. Der Staatspräsident der Mongolei, der Vorsitzende des Grossen Staatskhurals
der Mongolei und der Premierminister der Mongolei werden die hohen Gäste zu
einem Gespräch empfangen. Im Rahmen des Besuchs zahlreiche wichtige Themen zur
bilateralen Beziehung erörtert werden.